Rotarier helfen Kollegiaten bei der Berufswahl (Quelle: JB 07/08)
Seit über 20 Jahren bereits bietet der Rotary Club Höchstadt den Schülern der
12. Jahrgangsstufe die Möglichkeit, sich für jeweils einen Tag in zwei
Unternehmen ihrer Wahl genauer umzuschauen und so eventuell den Schülern die
Entscheidung für den späteren Beruf zu erleichtern.
Deshalb lud das Gymnasium am Freitagabend vor den Pfingstferien Vertreter des
Rotary Clubs, Schüler und Lehrer der anderen sich beteiligenden Schulen aus
Scheinfeld und Neustadt/Aisch, sowie Vertreter der Unternehmen zur
Abschlussbesprechung des diesjährigen Projekts. Frieder Müller-Maatsch, Leiter
des Projekts, und Dr. Frank Neumann, Vorsitzender der Rotarier Höchstadt,
führten durch die Veranstaltung und legten kurz dar, wie die 100 Teilnehmer zu
ihren Praktikumsplätzen kamen.
Anfang Januar konnten die Kollegiaten zwei Berufsrichtungen angeben, die sie
interessieren, bevor anschließend die Rotarier versuchten, möglichst allen
Wünschen gerecht zu werden und an geeignete Unternehmen zu vermitteln. Danach
war es Aufgabe der Schüler aus den drei Schulen, sich selbst in ihren Gruppen zu
organisieren und einen passenden Termin zu finden.
Dass es dabei Probleme gab, machte eine Schülerin aus Höchstadt in der
folgenden Diskussion deutlich: „Als wir schon unseren Unternehmen zugewiesen
waren, wussten wir nichts davon, und haben erst über Dritte erfahren, dass wir
jetzt die Unternehmen kontaktieren können“, beklagte sie sich. Die Schülerin
interessiert sich für den Beruf der Bankkauffrau und kam so zur Sparkasse
Höchstadt. Dort wurden sie und die anderen ihrer Gruppe über Ausbildungs- und
Weiterbildungsmöglichkeiten informiert. Außerdem bekamen sie viel
Informationsmaterial und erhielten hilfreiche Tipps zu Bewerbungen im
Allgemeinen. Einen Verbesserungsvorschlag hatte die Teilnehmerin auch noch: „Es
wäre besser gewesen, wenn man uns noch durch den Betrieb geführt und uns mal
alles gezeigt hätte.“ Doch auf jeden Fall habe ihr der Tag bei der Sparkasse bei
der Entscheidungsfindung für den späteren Beruf weitergeholfen.
Anschließend dankte Neumann allen beteiligten Unternehmen, dass sie sich
engagiert und Zeit für dieses Projekt genommen haben.
Zum Abschluss wies Klaus Strienz, der Mitorganisator des Projektes ist, darauf
hin, dass am Höchstadter Gymnasium bereits die 9.-Klässler die Möglichkeit
haben, ein einwöchiges Betriebspraktikum zu absolvieren und so erste Erfahrungen
in der Berufswelt zu sammeln. An die Schüler der 12. Jahrgangsstufe richtete er
den Appell: „Haltet den Kontakt zu euren Unternehmen, damit ihr dort eventuell
ein längeres Praktikum machen könnt“. Außerdem betonte er, dass eine Festigung
der Entscheidung, vor allem auch welchen Beruf man später nicht machen will,
gewünscht war.
Im nächsten Jahr wird das Berufsinformationsprojekt wieder stattfinden,
besonders auch weil die Erfahrungen der meisten Teilnehmer positiv ausgefallen
waren.
Caroline Müller, K12
