Gesundheitstag der 10. Klassen

Die einzige Jahrgangsstufe, die am Gesundheitstag nicht in die Schule gehen musste, war die Zehnte. Aber natürlich war für diese Schülerinnen und Schüler nicht schufrei, sondern sie durften den ganzen Vormittag in einem Fitnessstudio verbringen. Exclusiv für die Gymnasiasten öffneten die Studios INJOY in Lonnerstadt und COLOSSEUM in Höchstadt ihre Türen und stellten ein attraktives Programm zusammen.
Um der großen Teilnehmerzahl von knapp 40 Schülerinnen und Schülern pro Studio gerecht zu werden und einen abwechslungsreichen Vormittag zu gestalten wurde im Stationenbetrieb gearbeitet. So durfte eine Gruppe an den Geräten ihre Muskeln nach kompetenter Einführung trainieren, andere traten beim Indoorcycling im Takt zur Musik in die Pedale, während wiederum eine andere Gruppe zum Beispiel über die richtige Körperhaltung im Alltag diskutierte. Eine Herausforderung für die Jungs war sicherlich die Einheit Step-Aerobic.
Einige Schülerinnen und Schüler legten sich am Gesundheitstag so mächtig ins Zeug, dass sie damit sogar die fitten Trainer stark beeindruckten.

Wir sagen den Fitnessstudios COLOSSEUM und INJOY, die mit hohem Personalaufwand und großer Motivation unseren Gesundheitstag kostenfrei gestaltet haben ein herzliches Dankeschön.

BCA



Höchstadt – Was für Kinder und Jugendliche in anderen europäischen Ländern längst keine Besonderheit mehr ist, wirkte auf die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Höchstadt amSamstagvormittag eher befremdlich: Schule am Wochenende. Im Mittelpunkt des Tages stand jedoch kein gewöhnlicher Mathematik- und Englischunterricht, sondern – wie in fast allen anderen bayerischen Schulen - das Thema Gesundheit. Das Kollegium stellte für die einzelnen Jahrgangsstufen ein jeweils individuelles Programm auf die Beine. So arbeiteten die fünften Klassen beispielsweise mit dem Hauswirtschaftszweig der Berufsfachschule Höchstadt zusammen. Sabine Lodge, Lehrerin des Gymnasiums, bat um die Zusammenarbeit der beiden Schulen, deren Gebäude nebeneinander liegen. Schülerinnen der dortigen elften und zwölften Klassen bereiteten daraufhin bereits Wochen im Voraus einen theoretischen Teil mit verschiedenen Vorträgen zum Thema Ernährung sowie einen praktischen Teil in der hauseigenen Küche vor. In einem „Ernährungshaus“ konnten die Fünftklässler ihr Wissen über gesunde Ernährung unter Beweis stellen, indem sie Lebensmittel aus ihrem Alltag einer bestimmten Gruppe zuordneten. Die Gruppen zeigten dann an, wie oft man die jeweiligen Nahrungsmittel im Idealfall zu sich nehmen sollte. Zudem wurde ein gemeinsames Frühstück sowie ein sportlicher Teil in der Turnhalle des Gymnasiums vorbereitet. Dieser stand ganz im Zeichen des Wintersports. Rodeln und Skispringen wurden zum Beispiel mit vorhandenen Gerätschaften der Halle nachgestellt. Hier halfen vor allem die Tutoren der fünften Klassen bei der Ausführung. „Es ist zwar sehr anstrengend, aber die Kinder haben großen Spaß“, stellte Ulrike Ruhsland aus einer elften Klasse des Gymnasiums fest. Etwas ernster ging es hingegen in den siebten Klassen zu. Hier stand das Thema Essstörungen im Mittelpunkt. „Die Gefahr einer solchen Erkrankung ist in der heutigen Zeit leider sehr groß. Wir möchten die Ernsthaftigkeit des Themas verdeutlichen und verhindern, dass euch so etwas passiert“, betonte Lehrkraft Katrin Wacker, die den einzelnen Klassen Erfahrungsberichte von Betroffenen vorstellte. Außerdem war  Ernährungsmedizinerin Dagmar Herzing ins Haus gekommen, um den Schülern eine richtige Vorstellung ihrer Ernährung und vor allem ihres Gewichtes zu geben. So spielten nicht nur das eigentliche Gewicht, sondern auch Alter, Größe und Geschlecht eine wichtige Rolle beim Wiegen. Durch den BMI (Body-Mass-Index) konnte jeder Siebtklässler herausfinden, in welchem Indexbereich sich sein Körper befindet. Die Problematik der Essstörungen nahmen die noch recht jungen Schüler jedoch nur zum Teil richtig ernst. Für Entspannung wurde in den sechsten Klassen durch Yoga gesorgt. Die achten Klassen nahmen allesamt an einem Erste-Hilfe-Kurs teil. Dieser wurde in Zusammenarbeit mit dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und dem schuleigenen Sanitätsdienst ermöglicht. Weniger ruhig war es in den Zimmern der elften Jahrgangsstufe. Hier standen Schäden und Erkrankungen des Gehörs auf der Tagesordnung. Die Schüler stellten sich unter anderem die Frage wie laut eine Band werden kann  und wie sich diese Lautstärke im Raum verteilt. Außerdem wurden Hörmessungen durch Mitarbeiter von „KIND“ - Hörgeräte durchgeführt. Desweiteren wurden Alkoholmissbrauch, Ausdauertraining und Sport im Allgemeinen thematisiert. Nach insgesamt vier Stunden endete der Vormittag für die Schüler des Höchstadter Gymnasiums. Die Meinungen über Ablauf und Organisation der Veranstaltung gingen auseinander. Die Mehrheit der Schüler äußerte sich jedoch positiv über den „Gesundheitstag“. „Ich fand den Tag interessant und konnte auch einiges mitnehmen“, sagte Leo Heidingsfelder aus der elften Klasse. Diese Meinung teilte er sich letztlich mit vielen Schülern, die das Schulhaus noch am Morgen sehr skeptisch betreten hatten.

mle