Projekt „Bewegte Pause“ (Quelle: JB 07/08)


Die Mentoren
„Wie können wir den jüngeren Schülern in der Mittagspause neue Bewegungsmöglichkeiten bieten?“. Diese Frage stellten sich letztes Jahr die Sportlehrer des Gymnasiums Caroline Böckl, Christiane May-David und Michael Hipp. Durch die Mehrbelastung des G8 haben die Schüler oft Nachmittagsunterricht und somit weniger Zeit für Sport in der Freizeit. Also bewarb sich die Schule bei der Organisation „BildungsCent“ und bekam mit Frau Dr. Elke Puchtler, einem erfahrenem SchulCoach dieses Vereins, eine externe Fachkraft zur Seite gestellt, sodass diese mit dem Lehrerteam vier Monate lang ein Programm ausarbeitete: ältere Schüler wurden zu Mentoren ausgebildet, die von Montag bis Donnerstag ihre Mitschüler der Klassen 5 bis 8 in der Turnhalle und auf dem Hartplatz an der Kerschensteinerstraße sportlich betreuen.

Seit Mitte Januar sind die 15- bis 18-Jährigen nun schon im Einsatz und regeln den Verleih der Spielgeräte, indem sie diese gegen ein Pfand ausgeben und die Jüngeren auch gegebenenfalls beim Ausprobieren neuer Sportarten unterstützen. Egal ob Federball oder Fußball; erlaubt ist (fast) alles, da die Freude an der Bewegung im Vordergrund stehen soll. Die Geräte für die Außenanlage wurden vom Förderverein gestellt, außerdem hat die Sparkasse Höchstadt einen Basketballkorb gesponsert, Familie Ramming ein Einrad, die Firma Brehm aus Weisendorf zwei Fußballtore und das Bekleidungshaus Murk einen ganzen Satz T-Shirts für unsere Mentoren. Herzlichen Dank dafür!
Auch Schulleiter Wolfgang Lang ist voll des Lobs für die Mentoren und überreichte Urkunden des Kultusministeriums für diesen vorbildlichen Einsatz: „Ihr ermöglicht es euren Mitschülern, dass sie neben der Schule noch ein bisschen Sport machen können. Das ist gerade heutzutage wichtig, weil wir uns alle viel zu wenig bewegen. Vielen Dank dafür!“
Bereits an mehreren Schulen läuft dieses Projekt und es wird von den Schülern überall gut angenommen. Auch in Höchstadt wird es besonders dienstags und donnerstags schon kräftig genutzt, für die restlichen Tage erhoffen sich die Mentoren noch etwas mehr Zulauf. Warum die Schüler ihre Mittagspause für ihre jüngeren Kollegen opfern? „Die Kleinen haben so oft Nachmittagsunterricht; da übernimmt man doch gerne die Verantwortung und betreut sie, dass sie sich noch mal austoben können, bevor es wieder losgeht.“, so eine Schülerin aus der Kollegstufe.
Mittlerweile hat der Andrang aber generell etwas nachgelassen, und viele Schüler nutzen wieder mehr die Gelegenheit in der Mittagspause schnell mit den Hausaufgaben fertig zu werden. Manche scheuen wohl auch einfach den Weg bis zum Hartplatz an der Kerschensteinerstraße. Allen Schülern muss bewusst sein, dass dieses unglaublich personalintensive Angebot nur aufrecht erhalten werden kann, wenn es von den Schülerinnen und Schülern dementsprechend genutzt wird.

Um den Schülerinnen und Schülern generell mehr spontane Bewegungsmöglichkeiten zu bieten, die ohne Aufsicht genutzt werden können, sollen sukzessive weitere Großgeräte, wie z.B. eine Tischtennisplatte oder ein Stufenreck etc., angeschafft werden.
Abschließend ein ganz herzliches Dankeschön an alle, die unser Projekt in irgendeiner Form unterstützen: in erster Linie unseren Mentoren, den oben genannten Sponsoren, Anne Lehrburger für das Logo unserer Mentoren-Shirts und vor allem auch unserem Hausmeister Paul Lau!

Caroline Müller (K12), Michael Hipp