Fahrt des LK Mathematik nach Berlin (Quelle: JB 07/08)

Gegen 19 Uhr kamen wir in der Pension an. Wir bekamen ein Mädchen-, ein Jungen- und ein Lehrerzimmer zugeteilt, die jeweils mit einer Dusche (mitten im Raum auf Teppichboden!) ausgestattet, ansonsten aber sehr geräumig waren. Nur die Schränke wackelten etwas, wenn man zum Beispiel vom Bett zum Waschbecken laufen musste.
Unseren ersten Abend verbrachten wir in Kreuzberg, in der Oranienstraße, wo wir ein tolles singapurisches Restaurant fanden mit gutem Essen, exotischen Toiletten, leckeren Cocktails und tollen Kellnern.
Für den ersten Mai war die Wettervorhersage nicht so blendend (letztendlich war das Wetter dann aber auch nicht besser oder schlechter als an den anderen Tagen) und so beschlossen wir an dem Tag ins deutsche Technikmuseum zu gehen. Es besteht aus zwei Teilen: zum einen aus dem Museum selbst, in dem es um Luft- und Schifffahrt, um Züge und noch viele andere Bereiche wie Textil- und Schmuckindustrie geht; zum anderen aus dem „Spektrum“, in dem man selbst sehr viele Versuche machen kann, die von Optik über Statik bis zur Akustik reichen.
Um 14 Uhr war dann das gemeinsame Pflichtprogramm beendet und wir konnten in Gruppen bis 19 Uhr selbst entscheiden, wie wir den Nachmittag gestalten wollten. Einige blieben noch eine Weile im Museum, andere unternahmen eine Spreefahrt und wieder andere gingen in den Park.
Den Abend verbrachten wir wieder in Kreuzberg, diesmal aber auf dem riesigen Fest zum 1. Mai. Menschen drängten sich in den Straßen, Bühnen sowie Essens- und Getränkestände waren im ganzen Viertel aufgebaut und es wurde Musik aller möglichen Stilrichtungen gespielt. Leider mussten wir dank des Busstreiks schon kurz nach Mitternacht wieder zurück, da U-Bahnen während der Woche nur bis 0:30 Uhr fahren.
Am Freitag besichtigten wir einige bekannte Sehenswürdigkeiten: Sonycenter, Checkpoint Charlie, Holocaust-Mahnmal und Potsdamer Platz. Danach hatten wir wieder Freizeit und für den Großteil war erst einmal ein bisschen Shopping in Berlin angesagt. Das KaDeWe und unzählige Souvenirshops gaben ja genügend Gelegenheiten dazu. Abends brachen wir in Richtung Brenzlauer Berg auf, ein renoviertes Viertel mit vielen Restaurants und Kneipen. Der Großteil der Gruppe fuhr aber nach einer Bratwurst- oder Steaksemmel und ungefähr halbstündigem Aufenthalt wieder zurück zum Kudamm, wo wir dem dortigen Hardrock-Café einen Besuch abstatteten. Sehr lange blieben wir nicht, da die Preise nicht sonderlich den finanziellen Möglichkeiten armer Schüler entsprachen. Da es nebenan aber auch nicht viel besser war, kehrten wir schon recht früh in unsere Pension zurück und verbrachten den restlichen Abend auf dem Balkon mit wunderbarer Aussicht auf die nächtliche Uhlandstraße.
Der letzte volle Tag hatte den Besuch des Reichstages als Hauptprogrammpunkt. Wir mussten, äußerst glücklich nicht Teil der Warteschlange der Kuppelbesucher zu sein, durch eine Sicherheitskontrolle, um in den Bereich über dem Plenarsaal zu kommen, wo wir dann auf den Besuchertribünen Platz nehmen durften und uns viel über das Gebäude und den politischen Alltag im Reichstag erzählt wurde. Danach stand es uns frei die Kuppel zu besuchen und ein letztes Mal noch Berlin zu genießen, bevor uns am nächsten Tag der ICE wieder nach Erlangen brachte.
Insgesamt hat die Fahrt allen Teilnehmern gefallen und wir haben alle schöne Erinnerungen an unsere paar Tage in der Hauptstadt, von der wir feststellen konnten, dass sie tatsächlich etwas größer ist als Höchstadt.
Silvie Dittrich, K12