Bemalung von Stromkästen

Animiert durch die Broschüre zu dem Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung 2003 haben wir nach einer Diskussion in der Klasse mit unserer Klassenlehrerin, Frau Dr. Petra Arnold, beschlossen, uns unter dem Thema 1 „Wir mischen uns ein“ zu beteiligen. Wir entschieden uns, die Stromkästen in der Stadt anzumalen, um das Stadtbild freundlicher und fröhlicher zu gestalten. Der Direktor unserer Schule, Herr Schoen, war auch mit der Idee einverstanden und sagte uns seine Unterstützung zu. Daraufhin hat unsere Klassenlehrerin bei Bürgermeister Brehm, angerufen, der uns gleich am nächsten Tag einen Termin gab. Eine Gruppe aus der Klasse stellte ihm dann unser Vorhaben vor. Auch ihm gefiel unserer Idee. Da aber die Stromkästen, die direkt um den Marktplatz stehen, der Firma E.ON gehören, konnte er uns keine Erlaubnis erteilen, damit wir gleich anfangen konnten. Er versprach uns aber, sich mit der Firma in Verbindung zu setzen und unser Vorhaben zu unterstützen. Damit er der zuständigen Dame etwas vorlegen konnte, sagten wir ihm zu, unsere Idee noch einmal schriftlich zukommen zu lassen. Im Anschluss an das Gespräch besuchten wir das Bauamt im Rathaus, um uns über die Größe der Stromkästen und deren Lage zu informieren. Danach fuhren wir mit unserer Lehrerin sofort wieder in die Schule zurück und entwarfen das Schreiben, das über das Sekretariat Herrn Brehm zugeleitet wurde (s. Anlage 1). Gleichzeitig fotografierten wir einige Stromkästen in der Nähe unserer Schule. Unser Kunstlehrer, Herr Jan Hauber, fertigte für uns maßstabsgetreue Vorlagen an, auf denen wir unsere Idee für die Bemalung festhalten konnten. Nach 14 Tagen, am 21.10.2003, besuchten wir Herrn Brehm erneut. Er teilte uns mit, dass er zwar Kontakt mit der Firma E.ON aufgenommen habe, dass aber die Dame von unserem Vorhaben nicht überzeugt gewesen sei, da  sie bei einem ähnlichen Projekt schlechte Erfahrungen gemacht habe. Um ihre Vorbehalte zu beheben schrieben wir noch einmal einen Brief (s. Anlage 2). Wir legten ihm unsere Entwürfe für die Bemalung der Stromkästen vor, aus denen er sich die schönsten aussuchte. Wir vereinbarten mit ihm den Montag, den 27.10.2003, für unsere Aktion. Er sicherte uns auch zu, die Polizei davon in Kenntnis zu setzen, damit wir nicht wegen Sachbeschädigung Schwierigkeiten bekämen. Er versprach uns, mit der Firma E.ON bis zu diesem Zeitpunkt zu einem Ergebnis gekommen zu sein. Zum Abschluss des Gesprächs schickte er uns zu dem Leiter des städtischen Bauhofs, Herrn Sucker. Ihm sollten wir unser Vorhaben vortragen, damit er uns Farbe und Pinsel geben könnte. Herr Sucker empfing uns freundlich. Nachdem wir alles geschildert hatten, machte er uns darauf aufmerksam, dass die Stadt selbst sechs Stromkästen auf dem Festplatz besitzt, die wir ohne Probleme bemalen könnten. Sofort machten wir eine Ortsbesichtigung. Herr Sucker erklärte uns, dass wir erst alle Kästen sorgfältig abwaschen müssten, bevor wir sie bemalten. Er wollte uns dazu neben den Malutensilien auch Reinigungsmittel bereit legen. Während des Gesprächs kam eine Polizeistreife vorbei, die wir ebenfalls gleich von unserem Vorhaben in Kenntnis setzten. Am Montag war es dann soweit: Da dies der erste Tag in den Herbstferien war, konnten nicht alle teilnehmen. Dafür schien aber seit längerer Zeit wieder einmal die Sonne und der angesagte Schnee blieb aus. Zuerst holten wir alle Utensilien im Bauhof ab. Alle Männer gaben uns noch weiteres Werkzeug für unsere Malaktion. Auf dem Festplatz fotografierten wir uns vor den grauen, faden Kästen. Dann begannen alle zu schrubben und zu wischen. Vorsorglich hatte unsere Klassenlehrerin noch Schrubber und Eimer mitgebracht. Danach begann das Anmalen, das wesentlich mehr Spaß machte. In kleinen Gruppen wurden dann die Entwürfe auf die Kästen übertragen. Am Nachmittag, als die Sonne schon zu sinken begann und es wirklich kalt wurde, war alles erledigt.