Inszenierte Kunstgeschichte und Computer


Regiezettel: Jeder Schüler hatte eine bestimmte
Position einzunehmen
Am Ende des ersten Halbjahres startete die Klasse 11d ein ungewöhnliches Sonder­projekt im Kunstunterricht: Es galt die dargestellten Personen eines Gemäldes von den Schülern nachspielen zu lassen, so dass die Komposition als Standbild inszeniert wird. Dabei durften nur simple Requisiten verwendet werden, was uns dazu zwang, die Po­sitionen möglichst genau einzunehmen, damit das Bild zu erkennen war.
Bevor wir uns in der Aula aufstellten, mussten erst „Regisseure“ bestimmt werden, die die Rollen verteilten und unsere Haltungen und Mimik korrigierten. Um dabei den Überblick nicht zu verlieren, wurde eine Skizze angefertigt, auf der die Figuren mit den Namen der Schüler und Nummern versehen wurden.
Trotz der Verrenkungen und zum Teil unbequemen Positionen, die wir einnehmen mussten, hat es uns ziemlich viel Spaß gemacht in die verschiedenen Rollen zu schlüp­fen. Schließlich wurden die Standbilder von Herrn Hauber fotografiert und mit viel Zeitaufwand am PC überarbeitet. Als wir sie uns gemeinsam anschauten, waren wir alle überrascht: Unsere Aula, die als Kulisse diente, wurde durch den ursprünglichen Hintergrund des Malers ersetzt. Die Konturen wurden verwischt und unsere Gesichter wurden so retuschiert, dass der Farbton nun dem der gemalten Personen ähnelt. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen.

Christine Krems, 11d

Stellungsproben in der Aula

Originalgemälde "Das Floß der Medus" von Gericault

Fertige am Computer erstellte Bildmontage