Hamburg - Exkursion LK Geographie 2007
Am 16. September 2007 um 9 Uhr morgens machte sich der Geographie- LK mit 13 Kollegiaten unter Führung des LK-Leiters Herrn Meister für vier Tage auf, den hohen Norden zu erobern.Nach fünf Stunden endloser Zugfahrt mit dem ICE hatten wir unser Ziel Hamburg- Hauptbahnhof erreicht. Mit der S-Bahn ging’s gleich anschließend weiter zur Reeperbahn, von wo aus wir nur ein paar Schritte, vorbei an Schnapsleichen, zu unserer Unterkunft „City Hotel Monopol“ gehen mussten.
Aufgeteilt in Zweier- und Dreierzimmer machten wir’s uns erstmal gemütlich bevor wir zu einer ersten Erkundungstour zu den Landungsbrücken aufbrachen. Anschließend stillten wir unseren Hunger in einer nahe gelegenen Pizzeria. Der weitere Verlauf des Abends stand zur freien Verfügung, den viele zu Kneipentouren oder zum Cocktailschlürfen nutzten.
Am nächsten Vormittag war unser erstes Ziel die Neumann Kaffee Gesellschaft in der Speicherstadt, die wir nach einigen Orientierungsschwierigkeiten (riesige Baustellen) erreichten. Dieser Besuch stand ganz im Zeichen der Kaffeebohne, von ihrer Entstehung über das Rösten bis hin zum Genuss. So erfuhren wir, dass der Fachmann zwischen den Hauptsorten Arabica und Robusta unterscheidet und dass es zwischen den verschiedenen Kaffeesorten auch große Qualitätsunterschiede gibt. Dies konnten wir wenig später als Highlight dieses Besuchs selbst feststellen. Herr Neumann wies uns in die große Kunst des Kaffeetestens ein, was uns auch heute noch ein Lächeln auf die Lippen zaubert.
Am Nachmittag stand eine Stadtführung mit dem Schwerpunkt Kolonialzeit auf dem Programm. Bei typischem Hamburger Regenwetter führte uns Heiko Möhle vom „Eine Welt Netzwerk Hamburg“ zu charakteristischen Sehenswürdigkeiten aus der Kolonialzeit, angefangen vom Rathaus über das Afrikahaus, bis hin zur Speicherstadt und den alten Kontorhäusern. Durchnässt vom Regen erreichte uns die für alle überraschende Nachricht, dass ein Kamerateam vom NDR an unserer Tour teilnehmen würde. Tatsächlich tauchte unsere Gruppe ein paar Tage später für wenige Sekunden in der Ratesendung „Bingo“ auf.
Endlich von der Filmcrew entlassen und zurück im Hotel hieß es für die meisten ausruhen und fertig machen für den Abend.
Am Dienstag klingelte schon früh der Wecker, denn wir durften die Fähre nicht verpassen, mit der wir zur HHLA übersetzten, der Hamburger Hafen und Logistik AG, die uns eine Veranstaltung für Fachbesucher organisiert hat. Dort lauschten wir zuerst gespannt einem Vortrag über die HHLA, die den größten Teil der Container im Hamburger Hafen umschlägt und den weiteren Transport auf den Schienen und mit dem LKW bis weit nach Osteuropa und Skandinavien koordiniert. Später fuhren wir mit einem Kleinbus zu Orten, die für normale Besucher unzugänglich waren. Nach rund einer Stunde Führung eilten wir, immer noch stark beeindruckt von der riesigen Anzahl der Container und der ungeheueren Größe der Schiffe, zurück zur Fähre.
Nachmittags war Shopping angesagt, abends teilte sich die Gruppe in Musical- und Discogänger auf. So war für jeden Geschmack etwas dabei und alle erlebten einen wunderschönen letzten Abend in Hamburg.
Am Mittwoch unternahmen wir auf eigene Faust eine Tour nach Blankenese, dem Nobelvorort Hamburgs. Zurück an den Landungsbrücken machten wir eine letzte Hafenrundfahrt. Nicht mit den teuren Touristenschiffen, sondern mit den Schiffen des öffentlichen Personennahverkehrs. man sieht das Gleiche, jedoch sind sie um einiges billiger. Anschließend verabredeten wir uns zum Aufbruch um 17 Uhr am Hotel.
Dann ging’s wieder den gleichen Weg, vorbei an den uns schon bekannten Schnapsleichen, zurück zum Hamburger Hauptbahnhof.
Nach fünf Stunden lagen wir alle erschöpft zu Hause in unseren Betten.
An diese Reise werden wir uns alle noch sehr gerne erinnern. An die Müdigkeit am nächsten Schultag jedoch denken wir nicht gerne zurück.
Simone Schwarzer und Isabell Oed, K 13