LK-Fahrt nach Paris

Donnerstag, 2.10.2008, 5 Uhr, Treffpunkt Aischtalhalle. Mit kleinen und großen, leichten wie schweren Koffern oder Taschen waren dann 12 Französisch Lkler sowie auch Frau Klein und Frau Seidl alle mehr oder weniger pünktlich am vereinbarten Ort. Das Gepäck besetzte die hintersten Reihen und los ging es zur A3 in Richtung Frankfurt.
Am Flughafen angekommen, hatten wir erstmal richtig viel Zeit, in der sich manche schon an das Pariser Preisniveau gewöhnen konnten. Erst einmal im Flugzeug, dauerte es nicht allzu lange und wir waren ein Land weiter, in Frankreich. Die erste Komplikation erwartete uns in der RER (eine Art Zug, der an das U-Bahnnetz angebunden ist und die Vororte mit dem Zentrum verbindet) Richtung Innenstadt. Die Automaten hatten unseren Lehrerinnen leider nicht erklärt, dass man für die Strecke ein besonderes Metroticket braucht und dass unsere Fahrkarten etwa 7 Euro zu günstig waren. Wir waren keine 5 Minuten im „Zug“, als schon Kontrolleure kamen und von uns pro Person 25 € Strafe für Schwarzfahren haben wollten. Glücklicherweise konnten sie von unserer Naivität überzeugt werden und so wurde uns die Strafe noch einmal erlassen. Zur Jugendherberge kamen wir dann ohne weitere Zwischenfälle (bis auf die Tatsache, dass es etwas anstrengend ist, die zum Teil wirklich langen Umstiege in der Metro mit schwerem Gepäck zu meistern).
Bevor man uns auf unsere Zimmer ließ, erkundeten wir erstmal Paris. Zu Fuß gingen wir bis zum „Pont Neuf“, wo wir uns eine Bootsfahrt auf der Seine gönnten, auf der unzählige Fotos von einigen der 37 Seinebrücken oder anderen Sehenswürdigkeiten geschossen wurden. Die Saint Chapelle bekamen wir an dem Abend leider nicht mehr zu Gesicht, da die Dame am Eingang keine unangemeldeten Gruppen mehr einlassen wollte und uns auch daran hinderte Einzeleintrittskarten zu kaufen. Dafür besuchten wir Notre Dame, in der gerade eine Messe mit viel Weihrauch und Sologesang abgehalten wurde. Da wir nach dem langen Tag doch schon etwas müde waren, traten wir danach den Rückweg zu unserer Jugendherberge an. Wir bekamen unsere Zimmer und den Rest des Abends durften wir dann individuell gestalten.
Nachdem wir ausgeschlafen (in zum Glück noch ungeheizten Zimmern, was sich dann aber für die restlichen Tage ändern sollte) und gefrühstückt hatten, erkundeten wir die Höhen und Tiefen der französischen Hauptstadt. Unter „Tiefen“ ist in diesem Fall nicht etwa die Metro zu verstehen, sondern die Katakomben, die zuerst noch ganz harmlos aussahen. Dann aber kam man sich wirklich wie im Reich der Toten vor, da Schädel und Knochen aus mehreren Pariser Friedhöfen auf beiden Seiten des Ganges regelrecht gestapelt waren.
Wieder an der Erdoberfläche angekommen, begaben wir uns zum „Jardin du Luxembourg“ wo wir uns auch gleich wieder trennten, um uns um 15 Uhr am Montmartre zu treffen. Die Gruppe musste etwas warten, bis wirklich alle auf dem höchsten Berg der Stadt waren. (Die Verspätungen sind aber durchaus zu entschuldigen, da man wohl wirklich in Paris wohnen muss, um vollständig in U-Bahnangelegenheiten durchzublicken. Außerdem ist es ein Ort an dem man gerne wartet, da der Ausblick einfach toll ist.) Sacre Coeur wurde von innen angeschaut und auch erklommen, was auch die Tatsache entschuldigt, dass das Besteigen des Eifelturms auf Grund überlanger Warteschlangen nicht mehr stattfinden konnte.
Der Rest des Tages wurde wieder auf unterschiedliche Art verbracht. Am Freitag war allerdings ab 18 Uhr für Leute unter 26 freier Eintritt in den Louvre, was ein paar von uns auch ausnutzten.
Samstag bekam wir die modernen Facetten der Stadt zu Gesicht. La Défense war das erste Ausflugsziel. Danach folgten dann etwas ältere Sehenswürdigkeiten wie der Arc de Triomphe und der Eifelturm.
Je nach Motivation und Interesse wurden die Nachmittage gestaltet. Kaum einer wird aber an den Champs Elysées vorbeigekommen sein, wo gerade eine Luftfahrtausstellung stattfand und dementsprechend auch recht viel los war. Abends wollten ein paar von uns noch Paris bei Nacht mit beleuchtetem Louvre und blauem Eifelturm (im Idealfall dem blinkenden, was aber wegen falscher Einschätzung der Metro kaum jemandem gelang) sehen. Geschafft aber noch immer gut gelaunt, mussten wir uns am Sonntag, nachdem wir wenigstens noch das Centre Pompidou und das Rathaus angeschaut hatten, schon auf den Weg zurück nach Deutschland machen. Der Flug hatte zwar etwas Verspätung, aber auch so kamen wir letztendlich nach einem tollen verlängerten Wochenende gut wieder in Höchstadt an.