Theater
Mittelstufe GK Dramatisches Gestalten English Junior Drama Group

Theater am Gymnasium Höchstadt 2011

Am 11. und 12. Februar, jeweils um 20 Uhr, spielte die Theatergruppe der Oberstufe des Gymnasiums „Biedermann und die Brandstifter“ auf der Bühne in der Aula unserer Schule. Die Schüler der 11. bis 13. Jahrgangsstufe probten fleißig überwiegend in ihrer Freizeit, also an Wochenenden und in den Weihnachtsferien, um das Stück noch rechtzeitig vor dem G9‐Abitur auf die Bühne zu bekommen.

Worum es geht

Der wohlhabende Haarwasserfabrikant Biedermann überlässt einem aufdringlichen Hausierer und dessen Freund den Dachboden zum Schlafen. Die zwei schleppen Benzinfässer in ihre Bleibe und geben sich keine Mühe, ihr Vorhaben zu verbergen. Aber Biedermann will nicht glauben, dass es sich um Brandstifter handelt, und gibt ihnen am Ende sogar noch die Streichhölzer…

Warum das Stück ausgewählt wurde

„Biedermann und die Brandstifter“ ist eines der berühmtesten Theaterstücke des Schweizers Max Frisch (1911‐1991). Auf deutschsprachigen Bühnen wurde es seit seiner Uraufführung von 1958 bis 1996 bereits 250mal inszeniert und es wird vielfach als Schullektüre verwendet, wofür auch die Verkaufszahlen der Taschenbuchausgabe sprechen, die bereits 1982 die Million überschritten. Marcel Reich‐Ranicki nahm Biedermann und die Brandstifter 2004 als eines von 43 Dramen in seinen Kanon der deutschen Literatur auf. Was liegt näher, als dieses Stück auf einer Schulbühne zu inszenieren, zumal es an Aktualität nichts eingebüßt hat und gut im Sinne des Lehrplanes als Beispiel eines modernen Dramas mit Verfremdungseffekten besprochen werden kann.

Auch inhaltlich ist das Stück zeitlos. Reden statt handeln, zusehen anstatt sich einzumischen und klar Stellung zu beziehen – diese Verhaltensweisen führt Biedermann auf beinahe absurde Weise den Zuschauern vor.

„Biedermann und die Brandstifter“ – von Frisch eigentlich als „Lehrstück ohne Lehre“ bezeichnet, ist eine Parabel, die in fast jedem Jahrzehnt seit seiner Entstehung eine neue Deutungsvariante erfährt. Anfangs wurde es interpretiert als Anspielung auf die Machtergreifung der NSDAP, aber auch als Warnung vor dem Kommunismus. Hintergrund war der Umsturz in der Tschechoslowakei kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Später galt es als Anklage gegen den Terrorismus. Es zeigt die Bequemlichkeit und die Angst, etwas zu unternehmen, egal ob gegen eine Gefahr oder die Mächtigen, kann also allgemein als Aufruf zur Zivilcourage gedeutet werden.

Das Stück bietet für die Theatergruppe und den Regisseur viele reizvolle Elemente: das chorische Sprechen der Feuerwehrleute, der sprachliche Witz des Aneinander‐Vorbei-redens, das Spiel mit zwei Ebenen (Stube und Dachboden) und die Momente des Absurden.

Mit viel Ideenreichtum und ausdauerndem Üben konnten all diese Elemente zu einem gelungenen Ganzen zusammengefügt werden. Es ist immer wieder erstaunlich, was in den einzelnen Schülern an kreativem und darstellerischem Potenzial steckt, wie der Sog alle Beteiligten mitnimmt und sie zu Höchstleistungen im Hinblick auf engagiertes Spiel, Disziplin und Ausdrucksfähigkeit antreibt! Die Zuschauer zollten begeisterten Applaus.

Zitat einer Zuschauerin (einer theatererfahrenen pensionierten ehemaligen Kollegin): „Die Sprache für das, was ich in diesen eineinhalb Stunden erlebt habe, hinkt weit hinterher: Es ist zu komplex, was da „zur Sprache" bzw. eben auch „nicht zur Sprache kommt" und übersetzt werden muss! D a s war so „voll‐sinnlich" dargestellt, gespielt, akustisch und bildhaft umgesetzt, dass ich zuweilen fast gemeint habe, auch Benzin und Brand zu riechen. Und dabei wuchs und wuchs die Spannung – nicht auf den Ausgang, der war mir ja bekannt, sondern auf den inneren Prozess dieser Tragikomödie, bei der einem das Lachen im Hals stecken bleibt und sich im (Unter‐)Bewusstsein des Zuschauers unterschwellig immer mehr Angst meldet, vor allem auch bei den exzellenten Sprechchor‐Einsätzen und der immer wieder neu überraschenden und immer mehr Raum greifenden Choreografie der Feuerwehrler, die letzten Endes ihre „Wehe!“‐Warnung – fürs Geschehen i m Stück – doch umsonst gerufen haben, nicht vielleicht für manchen betroffenen Zuschauer – mir und meiner Bekannten ging das auf jeden Fall so. Wir sind „alarmiert nach Hause gefahren – mit inwendigem Blaulicht und Martinshorn!“

Christiane May‐David

Die Oberstufen-Theatergruppe des Gymnasiums Höchstadt spielt Peer Gynt


Bilder von der Aufführung

Plakat zur Aufführung


Gk Dramatisches Gestalten spielt „Glaube Liebe Hoffnung“

Am 20. und 21. März 2009 spielt die Theatergruppe der Oberstufe jeweils um 20 Uhr in der Aula des Gymnasiums das Stück "Glaube Liebe Hoffnung" von Ödön von Horvath.
Im Untertitel „Ein kleiner Totentanz in fünf Bildern“ deutet sich die tragische Handlung bereits an.

Das Stück beschreibt an einem Einzelschicksal die Nachwirkungen der Weltwirtschaftkrise von 1929.
Es herrschen Rezession und Arbeitslosigkeit. Elisabeth, jung, hoffnungsfroh und wild entschlossen, ihr Glück zu machen, kämpft mit allen Mitteln um ihre Existenz. Wegen alter Schulden und eines neuen Vertreterjobs, für den sie einen Wandergewerbeschein kaufen muss, versucht sie sich Geld zu leihen. Sie braucht Geld, um arbeiten zu können. Und sie braucht Arbeit, um Geld verdienen zu können. So meldet sich Elisabeth beim Anatomischen Institut, um dort ihren Leichnam schon zu Lebzeiten zu verkaufen. Als das nicht funktioniert, zeigt sich der Präparator des Instituts gerührt und leiht ihr das notwendige Geld. Kurz darauf erfährt er, dass Elisabeth das Geld zur Bezahlung ihrer Vorstrafe verwendet, die sie wegen Handelns ohne Wandergewerbeschein erhalten hat. Er zeigt sie wegen Betruges an und sie wird zu 14 Tagen Haft verurteilt. Als sich später ein junger Polizist in Elisabeth verliebt, verschweigt sie ihm den Gefängnisaufenthalt. Sie soll seine Braut werden, bis eines Tages die Vergangenheit ans Licht kommt und der Polizist sich zwischen ihr und seiner Karriere entscheiden muss....

Gk Dramatisches Gestalten spielt „Penthesilea“

Ende des letzten Schuljahres zeigte der Grundkurs Dramatisches Gestalten seine Inszenierung des Stückes „Penthesilea“ nach Heinrich von Kleist. Das Trauerspiel um die Amazonenkönigin und den griechischen Helden Achilles besticht formal durch die schwierige Kleist’sche Sprache und inhaltlich durch den Kampf zwischen Amazonen und Griechen sowie die Zerrissenheit der Titelheldin.
Auf dem Schlachtfeld zwischen Troern und Griechen erscheinen die Amazonen, geführt von ihrer Königin Penthesilea (Miriam Langlouis und Damaris Stocklassa). Im Kampfgetümmel sucht die stolze Königin immer wieder nach dem Griechen Achilles (Thomas Zwanziger), der von ihr in ähnlicher Weise angezogen scheint wie sie von ihm. Als das eigentliche Ziel des Amazonenzuges erreicht ist, die nötige Anzahl Männer für das Liebesfest der Amazonen gefangen zu nehmen, versucht Penthesilea gegen das Gesetz des Frauenstaates weiterhin, Achilles zu bezwingen. Schließlich unterliegt sie ihm im Kampf. Penthesileas Freundin Prothoe jedoch überredet den griechischen Helden, die Ohnmächtige zunächst glauben zu lassen, sie habe gewonnen. Das Vordringen der übrigen Amazonen unterbricht die entstandenen Liebesszene zwischen Penthesilea und Achilles und so wird die Täuschung offenbar. Achilles fasst daraufhin den Plan, sich Penthesilea zum Schein erneut zu stellen und ihr freiwillig zu unterliegen. Die Amazonenkönigin nimmt die Herausforderung an, verkennt aber die wahre Absicht und tötet den Geliebten in Verwirrung ihrer Sinne. In der plötzlichen Erkenntnis ihrer Tat stirbt sie kurz darauf durch „ein vernichtendes Gefühl“.
Vor einem äußerst schlichten Bühnenbild kämpfen Amazonen und Griechen gegeneinander und versuchen verzweifelt, ihren jeweiligen Anführer zur Besinnung zu bringen. Dem Kurs gelang so unter der Regie von Frau May-David eine eindrucksvolle Inszenierung, die durch viele choreographische Elemente die komplizierte Handlung und Sprache verständlich macht und die ungewöhnliche Doppelbesetzung der Hauptfigur verdeutlicht.
Doch nach zwei Aufführungen im Juli 2006 an unserem Gymnasium war die Arbeit mit dem Stück für die Gruppe noch nicht abgeschlossen. Es sollte eine dritte Aufführung im Rahmen der Mittelfränkischen Theatertage folgen. Und so nahmen Schauspieler und Techniker zu Beginn diese Schuljahres die Proben wieder auf und feilten erneut an ihrer Darbietung. Am Samstag, 21. Oktober wurde bis zuletzt auf der unbekannten Bühne im CJT-Gymnasium Lauf geprobt und ausprobiert, denn schließlich galt es ein fremdes Publikum zu überzeugen. Durch Workshops am Vormittag bereits bestens in Theaterstimmung gebracht und zusätzlich unterstützt durch die neuen Kursmitglieder, konnten Amazonen und Griechen schließlich eine weiter gelungene Vorstellung präsentieren und stolz auf sich sein.
Momentan probt der Kurs bereits an seinem neuen Stück „Die Feuerzunda“ von Nils Hollendieck frei nach dem Roman „La petite fadette“ von George Sand. Der Aufführungstermin ist für Ende März angesetzt.

Anna Eichmüller, K13

"Der Revisor" (Quelle: Jahresbericht 04/05)


Katharina Sturm

alle Darsteller

Der durchreisende Petersburger Beamte Chlestakow (Tanja Wolf) wird in einem abgelegenen russischen Dorf des 19. Jahrhunderts für den von den Einwohnern erwarteten Revisor gehalten und nimmt diese Rolle aus purem Eigennutz an. Der Spieler Chlestakow hofft, seiner finanziellen Misere zu entkommen und dem Gefängnis zu entrinnen, indem er sich von sämtlichen Beamten des Dorfes bestechen lässt. Diesen nämlich ist jedes Mittel recht, um die Überprüfung ihrer Ämter und die Aufdeckung der herrschenden Missstände zu verhindern. Insbesondere der Stadthauptmann (Katharina Sturm), doch auch die Schulinspektorin (Miriam Langlouis), die Vorsteherin der Krankenanstalten (Silke Schüler) und weitere Dorfbewohner sind darum bemüht, sich beim vermeintlichen Revisor ins rechte Licht zu rücken. Frau und Tochter des Stadthauptmannes (Damaris Stocklassa, Adina Peters) sind von der angeblich einflussreichen Persönlichkeit sogar so angetan, dass jede glaubt, ihn für sich gewinnen zu können. Chlestakow allerdings ergreift im letzten Moment die Flucht und verlässt das Dorf mit reichlich gefüllten Taschen. Die im Stück satirisch behandelten Thematiken Bestechung, Egoismus und Amtsmissbrauch können auch einem heutigen Publikum zur Reflexion dienen.Die gute Zusammenarbeit innerhalb der eingespielten Gruppe und der Einsatz von Frau May-David ließen die Arbeit am Stück und die beiden Aufführungen zu einem Theatererlebnis werden. Und zu den nachdenklichen Stimmen „Schade, dass es jetzt vorbei ist“ lässt sich sagen: „Das nächste Stück kommt bestimmt!“

Anna Eichmüller


Theater der Mittelstufe

Joseph Kesselring
"Arsen und Spitzenhäubchen"
(Kriminalgroteske)

Spielort wird die große Aula des Gymnasium Höchstadt sein.
Die Aufführungen werden am

jeweils um 19.30 Uhr stattfinden.
Einlass ist ab 19.00 Uhr.
Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.

Grundkurs "Dramatisches Gestalten"  (Quelle: Jahresbericht 04/05)


Hauptdarsteller des GK "Dramatisches Gestalten"

Fragt man einen etablierten geübten Schauspieler, was ihn an seinen Beruf am meisten motiviert und gefällt, lautet die Antwort meist, dass es die Möglichkeit ist in andere Charaktere einzutauchen, einfach mal eine andere Person zu sein.
Wahrscheinlich ist es genau das, was viele Schüler reizt, wenn sie sich für das Wahlfach „Dramatisches Gestalten“ entscheiden. Raus aus dem Alltag, rein in eine andere Lebensgeschichte. Für jeden ist eine Option offen, sich kreativ zu beteiligen. Man muss dafür nicht unbedingt auf der Bühne stehen. Denn um ein Stück und seine Aufführung bis zur Premiere perfekt zu gestalten und zu organisieren, gehören ein langer Prozess und viel Arbeit dazu. Die Stückauswahl, das Bühnenbild, die Maske, die Kostüme, die Fotos, die Plakate, das Prospekt und die Verpflegung: Alles Dinge, die angepackt werden müssen.
Der Lehrer nimmt in diesen „Rollenspiel“ ein schwierige Position ein: Pädagoge, Regisseur, Koordinator, Chefdesigner, Chiefbühnenbildner, Gesprächsleiter, Therapeut, Taxifahrer… und bei allem natürlich die Ruhe bewahren.
Wann immer man auch mit den Vorbereitungen beginnt, man kann sicher sein, dass man am Schluss in Zeitnot gerät. Aber trotz Überstunden für alle Beteiligten, macht es großen Spaß eine eigene Produktion auf die Bühne zu stellen. Sitzt man dann bei der Premiere - falls man nicht als Schauspieler auf der Bühne agiert- in der vordersten Reihe und betrachtet den mehr und manchmal auch weniger gelingenden Ablauf seines Stückes, nimmt die Euphorie den eigenen Körper ein, sodass man trotz allem vor Stolz beinah zu platzen droht.
Das erste Stück unter der Leitung von Frau Dr. Petra Arnold hieß „Weibsbilder“ und wurde m 4./ 5. März in der Aula des Gymnasiums aufgeführt.

Wir freuen uns auf weitere rege Beteiligung und einprägsame Stücke in der Zukunft!


English Junior Drama Group

Welcome to our show!
Die Englisch Drama Group Unterstufe lädt am
Freitag, den 14. Juli 2006, 19 Uhr
herzlich in die
Aula des Gymnasiumg Höchstadt zu einem Theaterabend ein.
Präsentiert wird das Stück:
"Oscar goes babysitting"

“Wonderful! Well done! Thank you for a very entertaining evening!“ (Quelle: Jahresbericht 04/05)

So – wenn auch auf Deutsch - äußerten sich die Zuschauer am Ende eines Abends mit zwei englischen Sketchen und einem Theaterstück, den die Mitglieder der beiden ge­rade erst gegründeten English Drama Groups im Juli letzten Jahres gestaltet hatten. Und immer wieder Erstaunen darüber, dass die Mädchen (leider war kein Junge dabei) nach so kurzer Zeit Englischunterricht so souverän und voller Freude mit der engli­schen Sprache umgingen. Alle dargebotenen Stücke waren mit viel Musik und pfiffi­gen Ideen gespickt, die sich die Schülerinnen in Zusammenarbeit mit ihren Lehrerin­nen Doris Bär und Ulrike Moldenhauer-Alzner ausgedacht hatten.
Eine „Conferencieuse“ lei­tete zum ersten Sketch über, in dem die Zuschauer eine Englischstunde der besonderen Art erlebten: Eine Lehrerin ist damit be­schäftigt, Kin­dern aus aller Welt die englische Sprache beizubringen und Fehler zu korrigieren. Das führt zwar beinahe zu einer Katastro­phe, doch auch zu vielen erheiternden Sprachver­drehungen.
Im Theaterstück „Uncle Bill´s Will“ führten die Mädchen der English Drama Group II vor, wie zwei Kinder mit Hilfe gestrandeter Seeleute Piraten austricksen, die einen von dem Onkel der Kinder versteckten Schatz heben wollen. Am Ende haben die Piraten zwar keinen Schatz, aber unendlich lange „Ferien“ auf einer Südseeinsel und so viele Bana­nen, wie sie wollen. Die Schauspielerinnen meisterten diesen langen Text mit Bravour und spielten mitreißend komisch.
Hast du keine Uhr, musst aber dringend die Uhrzeit wissen, dann sing doch! Klingt eigenartig? Aber die Schülerinnen der 5. Klassen führten dieses Experiment auf lustige und musikalische Weise im letzten Stück des Abends erfolgreich durch.
Es war eine Freude, mit den Schülerinnen diese Stücke zu erarbeiten und ihre Spiel­freude sowie ihre Begeisterung bei der Entwicklung und Umsetzung spritziger Ideen mitzuerleben. Auch die Zusammenarbeit zwischen den beiden Gruppen funktionierte hervor­ragend. Allen Mitwirkenden auf der Bühne sowie an Keyboard und in der Tech­nik herzlichen Dank! Ein beson­derer Dank gilt auch Frau Thamm-Kaufmann für ihre musikalische Be­gleitung!