Skilager
Jedes Jahr fährt die 8. Klassenstufe des Gymnasiums ins Skilager. Hier ein Erfahrungsbericht aus dem Jahr 2002:
Skilager der achten Klassen (Quelle: Jahresbericht 02/03)

Lange hatten wir den Skilageraufenthalt in Österreich sehnlich
erwartet, am 31. Januar war es endlich soweit! Nach einer ca.
viereinhalbstündigen Fahrt kamen wir an: Tirol! Vor uns lag
unsere Unterkunft, ein idyllisch gelegenes, gemütliches
Bauernhaus. Rundherum hatte man eine atemberaubende Aussicht auf die
umliegenden Berge und Wälder. Und eines darf man
natürlich auch nicht vergessen: Schnee, Schnee und nochmals
Schnee, soweit das Auge reichte!
Bevor wir unsere Zimmer bezogen und das Haus erkundeten, mussten wir
aber erst einmal den Instruktionen der Skilehrer (Herr
Göderer, Frau Winkler und Herr Schadow) lauschen.
Die „ersten Gehversuche“ auf Skiern machten die
Anfänger gleich nach dem Kofferauspacken in einem
Tiefschneefeld hinter der Jugendherberge, während die
„Könner“ ihren Mitschülern mit
Rat und Tat zur Seite standen. Das erste deftige Abendessen beim
Taurer-Bauer ließ die kräftezehrenden
Übungen vom Nachmittag aber schnell wieder vergessen.
Morgens wurden wir immer schon recht früh aus den Federn
geholt, so dass wir noch ein wenig verschlafen waren, als es am ersten
Tag mit dem Skibus ins relativ kleine Skigebiet Reith ging. Hier wurden
wir nach dem Vorfahren in drei Gruppen, den „blutigen
Anfängern“ bei Herrn Göderer, den
„mutigen Anfängern“ bei Frau Winkler und
den „Profis“ bei Herrn Schadow eingeteilt. Jetzt
konnte es richtig losgehen! Während die Anfänger sich
trotz einiger blauer Flecken nicht entmutigen ließen und
rasche Fortschritte machten, hielten die Könner Herrn Schadow
auf Trab! Er versuchte verzweifelt, seine undisziplinierte Meute, die
kreuz und quer die schwarzen Pisten hinunter raste, im Auge zu behalten
und selbst mitzukommen.
Ab dem dritten Skitag machten wir dann die Pisten im großen
Skigebiet Alpbach unsicher. Die optimale Schneelage konnten wir
allerdings nur bedingt nutzen, denn das bisher immer so sonnige Wetter
hatte uns im Stich gelassen. Die Sicht wurde durch dichten Schneefall
und Nebel getrübt. Hinzu kamen noch die eisigen Temperaturen
und der beißende Wind. Dieses Wetter hielt leider die
restliche Woche an.
Herr Göderer war zusätzlich noch einer weiteren
Belastung ausgesetzt: Frau Winkler lag zwei Tage lang mit
Migräne flach und so musste er sich nun auch noch mit ihren
„Schützlingen“ herumschlagen. Kein Wunder,
dass seine Geduld da manchmal nur noch am seidenen Faden hing.
Egal ob „Greenhorn“ oder „eingefleischter
Pistenrowdy“ – (fast) alle hatten sehr viel
Spaß auf der Piste. Natürlich sprachen sich in der
gemeinsamen Mittagspause auf der Hütte spektakuläre
Stürze und andere Pistenerlebnisse schnell herum.
Über vieles wurde lange gelacht, aber eine Schülerin
hatte sich auch ernsthaft verletzt, so dass sie die letzten Tage nicht
mehr auf den Brettern stehen konnte. Ein weiterer Stimmungsblocker war
die vorzeitige Verabschiedung zweier Mitschülerinnen. Eine der
beiden hatte einen Trauerfall in der Familie, die andere musste wegen
einer Zahnentzündung in operative Behandlung.
Die gesamte Klasse wird sich wohl darin einig sein, dass die Abende am
allerschönsten waren. Die Atmosphäre war beinahe
immer fantastisch und gerade die Abende trugen einen wesentlichen Teil
zur Stärkung der Klassengemeinschaft und zur Verbesserung des
Lehrer-Schüler-Verhältnisses bei. Neben einem
„Regelabend“ gab es die „freien
Abende“, an denen Brettspiele, Kicker oder Tischtennis
gespielt wurde. Manch einer gesellte sich auch zu den Lehrern, die alte
Volkslieder mit Gitarrenbegleitung zum Besten gaben.
Schließlich standen auch drei „bunte
Abende“ auf dem Programm:
Einer wurde von den Mädchen, einer von den Jungs organisiert
und für den letzten Abend waren die Lehrer zuständig.
Die Mädels ließen keine Gnade walten und
ließen ausnahmslos alle Jungs und auch die Lehrer auf
aktuelle Songs performen. Manch einer zeigte dabei sogar ein
ungeahntes tänzerisches Talent! Die Jungs ließen
ihre Kameradinnen konkurrieren, indem sie eine Misswahl auf die Beine
stellten. Der begehrte Titel war natürlich - Miss Ski! Auch
die Lehrer ließen sich allerhand einfallen, um bei ihrem
Abend einen richtigen Volltreffer zu landen. Das Highlight stellte ein
höchst amüsantes, selbst gedichtetes Lied dar, das
etwas übertrieben die Charaktere einzelner Schüler in
die Mangel nahm oder uns einzelne Events der vergangenen Woche noch
einmal vor Augen führte.
Wie im Flug war der Skiaufenthalt vorüber und wir mussten die
Heimreise antreten. Die Stimmung war etwas gedrückt, denn es
hatte uns allen so gut gefallen, dass wir gerne länger
geblieben wären. Ärgerlich war auch, dass der Himmel
sich am Abreisetag von seiner strahlend blauen Seite zeigte und die
Sonne wie zum Hohn vom Himmel lachte!
Carolin Keupp, Klasse 8d
Skilagerbericht der Klasse 7a (2007)


Dunkle, schwarze, bedrohlich wirkende Gewitterwolken säumten den
grauen Himmel und ein gewaltiger Wind verwüstete die Landschaft an
dem Tag (19.1), an dem das jährlich von Rudolf Göderer
organisierte Skilager der siebten Klassen beginnend mit der 7a, als
deren Begleitpersonen Markus Böckel, Caroline Böckel und
Michael Hipp vorgesehen waren, und der 7b beginnen sollte.
Am besagten Tag trafen sich beide Klassen auf dem Südhof, um
durch perfekte Zusammenarbeit und trotz vehementen Sturmes
Gepäckstücke, aber natürlich auch von der Schule zur
Verfügung gestellte oder private Skiausrüstung in den Bus zu
laden, der alle Beteiligten in das Österreichische Städtchen
Krammsach befördern sollte. Nach einer etwa sechsstündigen
und damit reibungslos verlaufenen Fahrt, trennten sich die Wege beider
Klassen aufgrund zweierlei Übernachtungsstätten. Die 7a
übernachtete in einem von der netten und äußerst
hilfsbereiten Frau Bramböck und ihrem Mann geführtem
Bio-Bauernhof.
Wegen der schlechten Verhältnisse hinsichtlich des zu geringen
Schneefalls musste das Skifahren zum Bedauern aller an den ersten
beiden Tagen ausfallen. Stattdessen planten die Begleitlehrer der
beiden Klassen kurzfristig ein Programm, um den Schülern die
Enttäuschung der „Ski-Abstinenz“ zu nehmen. Dieses
Programm schrieb für die Klasse 7a zunächst eine
Natur-Wanderung an einen nahe gelegenen See und für den
nächsten Tag, dem Highlight dieser beiden Tage, einen Ausflug in
Österreichs größten Klettergarten vor. Dort konnten
die Schüler sowie Lehrer beider Klassen- die Begleitpersonen
der Klasse 7b haben sich gleichermaßen zu diesem Programm
durchgerungen- diversen abwechslungsreichen Aktivitäten wie
Bogenschießen, Kistenstapeln, etc. nachgehen, aber sich
selbstverständlich auch an den in etwa 20 Metern Höhe
angebrachten Kletterparcours austoben.
Da die Wettergötter den Lateinern der Klasse 7a nicht feindlich
gesinnt waren und sich so erste Schneeflocken am Himmel bemerkbar
machten, aber vor allem moderne Schneekanonen für die weiße
Pracht sorgten, konnte am dritten Tag die mitgebrachte
Skiausrüstung doch noch genutzt werden. Hierzu wurde das
„Manipel“ der 7a in „blutige“ bzw.
„mutige“ Anfänger als auch Fortgeschrittene
unterteilt. Die ungefähr einstündige Mittagspause verbrachten
dann alle Legionäre(beider Klassen) zu einer halben Centurione
vereint in der Berghütte, wo sie sich mitgebrachten oder gekauften
Essens bzw. Trinkens erfreuen konnten. Nach vier Tagen auf den ohne
Kunstschnee nicht existierenden Pisten, konnten selbst die
„blutigsten“ Anfänger ihr wahres Talent beweisen.
Auch die sich an das Skifahren angeschlossenen Abende schienen den
Kindern aufgrund gewährter Freizeit, in der man mitgebrachte
Spiele, Tischtennis, Kicker, etc. spielen konnte, sehr zu gefallen.
Selbstverständlich waren auch traditionell bedingte Abende
genügst vorhanden wie z.B. ein Tischtennis-und Kickerturnier, der
Melkwettbewerb an der Kuh Rosi (eigentlich nur Kuheutermodel) als auch
der von den Lehrer mit vielen spaßbringenden Spielen organisierte
Lehrerabend. Nach dem Motto „Finis coronat opus“(Das Ende
krönt das Werk) bildete der diesmal von den Schülern
organisierte „Bunte Abend“ den Höhepunkt des
Skilagers, schloss es aber zugleich durch ein nettes Beisammensein ab.
An dem darauf folgenden Tag, dem Freitag, nach dem Mittagessen stiegen
die durchaus betrübt über die letztendliche Abreise wirkenden
Lehrer, aber vor allem Schüler in den Bus ein, der sie zurück
nach Deutschland befördern sollte. Dort kamen alle gegen 6 Uhr an,
und die Schüler, die zum Teilt glücklich über das
Wiedersehen ihrer Eltern, aber größtenteils traurig wegen
des Endes des Skilagers waren, wurden von ihren über eine
Telefonkette benachrichtigten Eltern in Empfang genommen. Das
„Lux in tenebris“(Licht in der Finsternis) war der selbst
in Deutschland eingesetzte Schneefall.
Alexander Lindner, 7a