Schulsanitätsdienst


Die Mitglieder des Schulsanitätsdienstes und ihr neues Logo


Schulsanitäter helfen seit 10 Jahren

Unsere Aufgaben


Eine Gruppe Schulsanitäter beim Training mit ihrem neuen
Frühdefibrillator

Frühdefibrillator am Gymnasium

Seit 2004 besitzt nun auch das Gymnasium Höchstadt einen Frühdefibrillator, mit dem bei plötzlichem Herzstillstand die Chancen auf eine erfolgreiche Wiederbelebung enorm ansteigen. Ermöglicht hat die Anschaffung eine großzügige Spende des Elternbeirates und des Fördervereins.
Täglich sterben in Deutschland ungefähr 350 Menschen am plötzlichen Herztod. Dabei sind beileibe nicht nur ältere Menschen betroffen, sondern gleichermaßen alle Altersschichten, also auch Kinder und Jugendliche. Geholfen werden kann in diesen Fällen nur durch eine möglichst schnelle Wiederbelebung vor Ort. Denn Rettungsdienste können auch unter günstigsten Umständen meist nicht rechtzeitig eingreifen.
Ziel muss es deshalb sein, einen möglichst hohen Ausbildungsstand in lebensrettenden Sofortmaßnahmen in der Gesamtbevölkerung zu erreichen, wie er auch in den Lehrplänen bayerischer Schulen gefordert ist. Das Gymnasium Höchstadt kann dieser Forderung dank des neuen Gerätes nun noch besser gerecht werden, da auch in den 1. Hilfe-Kursen der 8. Klassen eine Einweisung in den Gebrauch des Gerätes angeboten wird.



Geschichte

Wir schreiben das Jahr 1997. Biologielehrerin Renate Cole macht für eine Kollegin eine Schwangerschaftsvertretung in Religion. Weil sie aber nicht weiß, was sie mit den Schülern der unterschiedlichen Klassenkoppeln machen soll, entschließt sie sich dazu den Schülern Erste-Hilfe beizubringen.
Daraus werden dann schließlich Weiterbildungsseminare in Rothenburg und Würzburg, in denen den Schülern weitergehende Sanitätsgrundkenntnisse vermittelt werden.
Die Schüler werden vom ASB ausgebildet und mit Materialien unterstützt.
Aus diesen Anfängen hat sich der Schulsanitätsdienst mittlerweile zu einer hervorragend funktionierenden, weitgehend selbständigen Gruppe von Schülern entwickelt, die aus unserer Schulgemeinschaft nicht mehr wegzudenken ist.
Dank großem Interesse der Schülerinnen und Schüler unterer Jahrgangsstufen können Sanitäterinnen und Sanitäter, die nach dem Abitur aus dem Sanitätsdienst ausscheiden, zur Zeit problemlos ersetzt werden. Momentan arbeiten 26 Schülerinnen und Schülern aktiv im Sanitätsdienst mit.
Der Schulsanitätsdienst verfügt über ein eigenes Sanitätszimmer, das ausgestattet ist mit allen für den Notfall notwendigen Materialien.
Seit 2004 besitzt das Gymnasium einen sog. Frühdefibrillator zum Einsatz bei plötzlichem Herzstillstand (s. Defibrillator).

Organisation

Partner

Der Schulsanitätsdienst des Gymnasium Höchstadt ist eine unabhängige Gruppe von Schülerinnen und Schülern, die sich ehrenamtlich für unser Gymnasium einsetzen. Seit seiner Gründung aber arbeitet der Schulsanitätsdienst eng mit dem ASB Erlangen – Höchstadt zusammen. Alle Ausbildungen und Weiterbildungen werden vom ASB kostenlos geleitet und durchgeführt. Außerdem unterstützt der ASB unseren Schulsanitätsdienst äußerst großzügig mit Material und technischem Know-How.
Nähere Informationen zum ASB Erlangen-Höchstadt unter www.asb-erlangen.de.

Schülerumlage

Der Schulsanitätsdienst leistet mit seinem Einsatz einen konkreten Beitrag für unsere Schulgemeinschaft, die jeder einzelne Schüler jederzeit in Anspruch nehmen kann.
Auf Beschluss des Elternbeirates werden seit dem Schuljahr 2005/2006 0,50€ pro Schülerin und Schüler für den Schulsanitätsdienst eingesammelt. Mit diesem Geld finanziert der Schulsanitätsdienst das Material, das für den täglichen Einsatz bzw. regelmäßiges Üben benötigt wird, aber auch die Fortbildung der Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter.

Nachschub für den Sanitätsdienst

Wenn sich an unserer Schule jemand verletzt, umkippt oder irgendeinen Blödsinn anstellt, werden meist die fachkundigeren Mitglieder unseres Schulsanitätsdienstes herbeigerufen.
Das mit den „Fachkräften“ stimmt sogar: Fast alle Sanitäter haben eine so genannte „S3-Ausbildung“ hinter sich, die sie mit dem Titel „Sanitätshelfer“ auszeichnet.
Das bedeutete für uns Neueinsteiger in erster Linie: Keine Herbstferien! Denn unser Programm, bestehend aus 9 Tagen Unterricht und einem Tag Prüfung ließ Ferien nicht zu! Anstatt auszuschlafen durften wir 11 Schüler und Herr Hipp jeden Tag (auch den Feiertag) um 9.00 Uhr in der Schule sein, um unser Wissen zu festigen und vor allem zu erweitern. Hierbei wurden wir für alle erdenklichen Unfallsituationen fit gemacht, wobei wir viel Theorie lernen mussten, die wir dann in „Fallbeispielen“ anzuwenden lernten. Das schaut dann so aus, dass wir Sanis in 2er Gruppen uns um ein zurechtgeschminktes Opfer kümmern durften: Das hieß: Betreuen, Verpflastern, Schienen, richtig Lagern und im schlimmstem Fall Wiederbeleben.
Nach einer Woche Unterricht, einer Woche Pause und einem Tag wieder „Aufwärmen“ mussten wir dann Mitte November an einer Prüfung teilnehmen. Diese sollte anscheinend alles zuvor gewesene toppen: Wir hatten um 8.00 Uhr Sonntag in Erlangen beim ASB zu sein, hatten dann eine Stunde Zeit um die Aufgaben unserer theoretischen Prüfung teils wissend zu beantworten, teils uns durch verzwickte Fragen zu schlängeln oder zu raten, und dann zu warten. Haben wir alle bestanden, oder ist doch schon jemand aus dem Rennen? Nach einer Ewigkeit wurden wir dann mit einem „alle von euch haben den schriftlichen Teil bestanden“ von unseren Ängsten befreit. Doch dann kam schon wieder das Warten. Nun wurden die vorher festgelegten und eingespielten 2er-Teams in ihren praktischen Fähigleiten getestet. Mit erschreckend realistischen Darstellungen, teils mit künstlichen Erbrochenem oder Massen von Blut, wurden wir nun konfrontiert und hatten diese stressigen Herhausforderungen zu meistern. Hier kam für uns jetzt was total neues: Diesmal spielte nicht unser sonst so hysterisches, aufbrausendes, dickköpfiges und herumschreiendes Stammopfer die Verletzte (in den Übungen der Schrecken der Sanis die helfen durften: „Was die macht wieder das Opfer! Na hoffentlich ist sie bewusstlos, da schreit sie nicht so rum!“). Nein, jetzt durften wir eine völlig fremde Frau verarzten, die alles stillschweigend über sich ergehen ließ. Das mag einige leicht aus dem Konzept gebracht haben.
Letztendlich bestanden alle Teilnehmer souverän und wir sind alle doch noch ein Stück schlauer geworden und hatten eine Menge Spaß (ewig jammernde Patientinnen, eine Bauchwunde, die unbemerkt vor sich hinklaffte, eine streng katholische Oma, Einladungen für den Schulball, Beziehungsprobleme und andere Situationen sorgten für Abwechslung in den Gemäuern unserer kalten Le(e/)hranstalt.)
Wir kommen euch nun alle getreu dem Motto „Helfen ist unsere Aufgabe“ in den Pausen, während der Schulzeit oder auf Schulveranstaltungen zu Hilfe, aber wir hoffen eigentlich doch, dass wir nicht gebraucht werden.

Albert Koch, Bianca Zippel

10 Jahre Schulsanitätsdienst

Für unseren Schulsanitätsdienst stand das letzte Schuljahr ganz im Zeichen seines 10jährigen Jubiläums. Ein solcher Anlass musste natürlich groß gefeiert werden, und so kamen im Oktober knapp 50 ehemalige und aktuelle Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter, sowie zahlreiche Ehrengäste zusammen, um in festlichem Rahmen zu feiern, aber auch um die eine oder andere schöne Erinnerung auszutauschen.
Über Inhalt und Ablauf des Festaktes geben die nebenstehenden Berichte Auskunft.
Gleich nach unseren Feierlichkeiten wurden wir sehr schnell von der Realität eingeholt. Zwei ernste Einsätze gingen glücklicherweise gut aus, zeigten aber allen Sanitäterinnen und Sanitätern die Notwendigkeit guter und regelmäßiger Fortbildung.
Ein ganz anderer Schlag ereilte uns dann mit den diesjährigen Kommunalwahlen. Unser langjähriger Ansprechpartner beim ASB, Geschäftsführer Karsten Fischkal, gewann in Adelsdorf die Wahl zum Bürgermeister und ging dadurch natürlich auch unserem Schulsanitätsdienst verloren. Herzlichen Glückwunsch, Karsten, und alles Gute für die neuen Aufgaben!
Wir sind überzeugt, dass wir mit Frau Nadine Manzer, die vom ASB nun für uns zuständig ist, eine ebenso engagierte und kompetente Ansprechpartnerin haben werden! Auf gute Zusammenarbeit!

Michael Hipp

54 Schüler erlaufen Prämie für den Sanitätsdienst

Beim diesjährigen Landkreislauf stellte der Veranstalter, der Landkreis Erlangen-Höchstadt, allen teilnehmenden Schülerinnen und Schülern einer Schule eine Belohnung für den Schulsanitätsdienst der jeweiligen Schule in Aussicht. Neben der körperlichen Betätigung und vor allem auch dem Spaß, den gemeinsames Laufen bietet, erfüllte die Veranstaltung also auch noch einen guten Zweck für unsere Schulgemeinschaft. Das ließen sich 54 Schülerinnen und Schüler unserer Schule, v.a. aus dem Sanitätsdienst selbst und den Sport- Leistungskursen und –Grundkursen nicht entgehen und erliefen für unseren Sanitätsdienst die stolze Summe von 287 Euro. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, aber natürlich auch dem Landkreis ein herzliches Dankeschön dafür.

Fortbildung

Das alljährliche Fortbildungsseminar führte den Schulsanitätsdienst bereits zum 2.Mal ins Landschlösschen nach Rockenbach. Unter der Leitung von Karsten Fischkal, Ulrike Große und weiteren ASB-Ausbildern wurde 2 Tage lang geübt.
Während am 1. Tag Grundlegendes wie der Umgang mit dem Frühdefibrillator, Blutdruck- und Blutzuckermessen wiederholt wurde, beschäftigten sich die Sanis am nächsten Tag mit Fallbeispielen. Neben den fachlichen Inhalten ging es aber natürlich auch darum Freundschaften zu schließen bzw. zu vertiefen und die gemeinsame Arbeit im Sanitätsdienst zu besprechen und, wo nötig, zu verbessern.
Der „Nachwuchs“ aus den 9. Klassen war natürlich auch dabei und arbeitet bereits im Schulalltag kräftig mit.