Studienfahrt nach Castlebar/Irland (Quelle: Jahresbericht 02/03)

Bus über Irlands holprige Straßen auf die Besucher, bevor das erste Ziel, Castlebar, die irische Partnerstadt Höchstadts, erreicht wurde. Dort konnten sich die Schüler in ihren Hotelzimmern oder in der Sauna und im Dampfbad des Lough Lannagh Holiday Village von den Strapazen der Anreise erholen.
Nach dem Frühstück ging es gleich bei typisch irischem Wetter (Regen ohne Ende!) zum Besuch einer örtlichen Schule, dem Davitt College, wo die Gruppe bei einer Führung erste Kontakte mit irischen Schülern knüpfen konnte.
Auch die nächsten Tage waren mit einem abwechslungsreichen Programm ausgefüllt:
Am Samstag konnte man auf den Aran Islands, einer Inselgruppe, auf der noch die Ursprache Irlands gesprochen wird, mit ausgeliehenen und meist nicht mehr ganz fahrtüchtigen Rädern bei unerwartetem Sonnenschein die Insel intensiv erkunden und von hohen Klippen einen Blick auf das Meer werfen. Am Sonntag stand eine Führung durch das Irish Museum of Country Life in Turlough an, einem Museum, das die Lebensweise der ländlichen irischen Bevölkerung nach der großen Hungersnot in den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts anschaulich vermittelt. Danach konnten interessierte Schüler noch auf herrlichem Gelände erste Einblicke in das Golfspielen und seine Tücken
gewinnen. Doch neben der Kultur Irlands stand auch der Spass an oberster Stelle: bei zahlreichen Dalmuti-Spielen, oft
verzweifelten Versuchen, Einlass in Pubs zu finden (erst ab 18) oder einfach beim Shoppen in Castlebar trat keine Langeweile auf.
Am Montag gab es für die Gruppe einen kleinen Empfang durch den Bürgermeister und viele Stadträte im Hotel, der durch verschiedene Reden und das Überreichen einer Urkunde für die Gruppe zum hochoffiziellen Ereignis wurde. Am Dienstag brach die Gruppe dann zu ihrem zweiten großen Ziel auf: Dublin. Statt grüner Wiesen traf man hier auf eine typische Großstadtatmosphäre: das gemütliche Hotel wurde gegen eine Jugendherberge eingetauscht, in der man statt in kleinen Dreibett - Zimmern in einem 10er- und 8er-Schlafsaal untergebracht war. Trotz durchgelegener Matratzen und schlecht gelüfteter Zimmer ließen sich Lehrer und Schüler die Laune nicht verderben und stürzten sich in das Zentrum Dublins, um dort ausgiebig zu shoppen, oder Sehenswürdigkeiten wie das Trinity College zu besichtigen und anschließend im St. Stephen’s Green Park die Sonne zu genießen. Am nächsten Morgen stand die Rückreise bevor. Nach letzten Verhandlungen über die tatsächlichen Kosten der Jugendherberge hatte die Gruppe „bald“ – nach 15 Stunden Reisezeit und einem kurzen Zwischenstop in Adare, dem schönsten Städtchen der Republik – wieder deutschen Boden unter den Füßen. Durch die sehr gute Organisation, die ewig gute Laune von Lehrern und Schülern, die freundliche finanzielle Unterstützung durch die Stadt Höchstadt und den Verein der Freunde Castlebars und durch das Glück mit dem Wetter war diese Studienfahrt ein gelungenes Erlebnis.
Marlen Wagner und Stephanie Fregien, Klasse 11 a