Studienfahrt nach Budapest und Wien (Quelle: Jahresbericht 02/03)

Die Fahrt war gut organisiert – immerhin war auch der Studientag auf die Planung dieser Fahrt verwendet worden – , jedoch entgegen aller Erwartungen passierte gleich bei der Abfahrt etwas, was man sonst bisher wohl nur aus schlechten Filmen kannte. Treffpunkt war um 20.30 Uhr am Bahnhof in Erlangen, da der Zug um 21.09 Uhr fahren sollte. Es waren alle Studienfahrer da und warteten schwer bepackt auf den Zug nach München. Dieser kam auch nach kurzer Verspätung, hielt an Gleis 4, jedoch ließen sich die Türen nicht öffnen – da half es leider auch nicht mit dem Schirm gegen die Fensterscheiben zu schlagen – und der Zug fuhr weiter! Nach einer Diskussion mit „freundlichen“ Angestellten der Deutschen Bahn konnten wir auf kleinem Umweg erst nach Nürnberg und von dort aus nach München fahren. Glücklicherweise war es möglich, den Anschlusszug von München nach Budapest 45 Minuten für uns anzuhalten, so dass wir nicht auf den Zug am nächsten Mittag warten mussten.
Von da an verlief die Fahrt aber ohne weitere Miseren. Wir kamen am nächsten Tag um kurz vor 9.00 Uhr in Budapest an und es erwartete uns strahlender Sonnenschein und die liebe ungarische Stadtführerin Edina. Nach dem
Check-in im zentral gelegenen Jugendhotel Marco Polo brachen wir zur ersten Orientierungsfahrt auf.
Auch an den restlichen Tagen folgte ein reich gestaltetes Kulturprogramm: Eine dreistündige Stadtführung mit Edina, Besuch im Parlament, Besichtigung des Aquincum (eine römische Ausgrabungsstätte), der Katakomben und der Oper. Besonders der Empfang im Grand Hotel Kempinsky mit Führung und anschließendem Kaffeetrinken, zu dem, dem Anlass entsprechend, sowohl Lehrer als auch Schüler ganz schick eingetroffen waren, stellte einen der Höhepunkte in Budapest dar. Am 28.05 fuhren wir um 9.40 Uhr nach Wien und checkten dort im City Hostel Wombat ein. Auch hier gab es viel zu sehen: den Stephansdom, die Karlskirche, in der es uns durch Renovierungsarbeiten möglich war, mit dem Aufzug bis in die Kuppel hinaufzufahren, das Schloss Belvedere, das Hundertwasserhaus und die Stadtführung, durch die wir die ganzen verborgenen Gassen und Hinterhöfe im Stadtzentrum kennen lernen konnten. Genannt werden müssen natürlich auch das „Sissi-Schloss“ Schönbrunn und, nicht zu vergessen, der schöne und vor allem lustige Abend beim Stadtheurigen in Grinzing, mit viel Musik, Tanz und gutem Wein, und den ersten vorsichtigen
Annäherungen der Jungs an die Mädels ...
Im Laufe der Tage entwickelte sich aus den einzelnen Cliquen eine eingeschworene Gemeinschaft, die auch nach dem vielseitigen Kulturprogramm immer noch Zeit zum Feiern fand. Unserer Partylaune stand dabei auch keiner der beiden Lehrer im Weg, die Hauptsache war, dass wir am nächsten Tag wieder „dienstfähig“ waren und dass das uns entgegengebrachte Vertrauen nicht verletzt wurde. Das absolute Highlight in Wien war wohl das Konzert des Residenzorchesters im Palais Lichtenstein, was auf Grund der schönen klassischen Musik und des vornehmen
Ambientes zu einem festlichen und großen Erlebnis wurde. Als Resümee kann man sagen, dass diese Studienfahrt sowohl für das Schüler - Schüler - Verhältnis, als auch für das Lehrer-Schüler-Verhältnis sehr viel gebracht hat; wir haben viel gesehen und erlebt und auch viele neue Bekanntschaften zu Leuten aus England, Irland, Israel und Amerika geschlossen, leider hieß es jedoch am 30.05. die Heimreise anzutreten und um 23.25 Uhr fuhr der Zug ins alltägliche Schulleben ab. Zurück bleiben schöne Erinnerungen an eine komplett gelungene Studienfahrt!
Franziska Jonda und Kristina Häusler, Klasse 11c