Fahrradtour des LK Sport (Quelle: Jahresbericht 03/04)

unserer Lehrkräfte, die zur Freude (fast) aller mitgenommen wurden, hatten wir das Ziel die Alpen um den Ort Söll mit dem Rad zu erstürmen. Nachdem die Zimmer unserer wunderschön gelegenen Alpenferienwohnung bezogen waren, wir unser Gepäck ausgeräumt und uns von der Anfahrt erholt hatten, machten wir uns auf, den Abend mit Spielen wie "Mäxchen" und „Hawai-Havanna-Haiti“ feucht-fröhlich zu genießen, wobei letzteres so manchen Schüler und auch Lehrer zur Verzweiflung trieb.
Nach einer kurzen Nacht quälten sich alle Sportler am nächsten sonnigen Morgen aus den Betten, um die Berge rund um das Ski- und Wandergebiet "Kufstein" mit ihren Fahrrädern zu erklimmen. Ausgangspunkt für den Aufstieg sollte die Talstation des Ortes sein. Doch bereits nach 100 Höhenmetern zeigten sich die ersten konditionellen Ausfälle, so dass nur die besten Ausdauersportler die auf 1200 Metern Höhe gelegene Hütten in einer Zeit von einer Stunde erreichten. Nach und nach schafften jedoch alle diese erste Zwischenstation des Tages und wurden jedes Mal lauthals von ihren Teamkollegen auf den letzten Metern angefeuert. Am Ende schaffften wir aber sogar den Gipfel auf 1700 Metern Höhe! Völlig k.o., manche durchs Fahren, andere vom Schieben, mit aufgeschundenen Waden und schmerzendem Rücken machten wir uns auf, die Abfahrt ins Tal zu genießen und das Herunterfahren der Serpentinen belohnte jeden durch den Rausch der Geschwindigkeit und den Nervenkitzel. Daheim angekommen waren zwar alle fix und fertig, aber auch glücklich eine so große Leistung vollbracht zu haben und es wurde deshalb beschlossen, dies gebührend zu feiern. Am nächsten Morgen machten sich allerdings bei vielen unserer Sportler Ausfallerscheinungen
bemerkbar. So kam es, dass sich nur eine kleine Gruppe von drei Leuten mit Herrn Baum daran machte, erneut die Berge mit dem Fahrrad zu bezwingen, während die anderen entweder mit Herrn Hipp Rennrad fuhren oder (vergeblich) das Beachvolleyballfeld in Söll suchten. An unserem letzten ganzen Tag war das Wetter zwar nicht mehr so strahlend wie an den Vortagen, jedoch reichte es aus, um noch einmal fast alle zu einer Mountainbike Tour zu motivieren. Und so ging es mit schmerzendem Hintern erst 20 km durch das Tal und anschließend wieder 600 Höhenmeter scheinbar endlos kurvig hinauf. Bei diesem doch sehr anstrengenden Aufstieg wurde so manche Verzweiflungstat begangen (Anhalten eines Lieferwagens mit der Bitte vier Fahrräder und deren Fahrer mit hinauf
zu nehmen), die jedoch alle scheiterten. Auf dem Gipfel angekommen lächelten wir über solche Aktionen jedoch nur noch, da das einzigartige Panorama für alle Strapazen entschädigte. Der letzte Abend bereitete uns schließlich noch große Freude mit Spielen wie Schafkopf oder Pantomime, bei denen Wörter wie "Primzahlfaktorzerlegung“, „Fussel" oder "roter Presssack" pantomimisch dargestellt werden mussten. Mit all diesen Eindrücken und Erfahrungen, von denen einige schweißtreibend, andere lustig und von Erfolg gekrönt waren, traten wir Sonntagmorgen mit einem lachenden und einem weinenden Auge die Heimreise an. Wir haben durch dies e Fahrt mehr denn je das Gefühl bekommen, eine einzigartige, feste Gemeinschaft zu sein und möchten uns deshalb bei unseren Lehrern Herrn Baum
und Herrn Hipp für das Ermöglichen dieser Fahrt bedanken. Ebenso gilt unser Dank Frau Baum, die während dieser Zeit so wunderbar für uns gekocht hat!
Sport-LK rules!
Elena Krug